{"id":426,"date":"2025-01-17T13:27:56","date_gmt":"2025-01-17T12:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/demo.vbrk.de\/?page_id=426"},"modified":"2025-01-31T08:24:07","modified_gmt":"2025-01-31T07:24:07","slug":"tipps-tricks","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/demo.vbrk.de\/?page_id=426","title":{"rendered":"Tipps &amp; Tricks"},"content":{"rendered":"\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Seltene Kaninchenrassen, bzw. Rassen die nicht mehr gez\u00fcchtet werden.<\/strong><\/summary>\n<p>Eine gro\u00dfe Anzahl unserer heutigen Kaninchenrassen verdanken wir Z\u00fcchtern, welche sich ein bestimmtes Ziel zur Herausz\u00fcchtung einer neuen Rasse gesteckt hatten.<br>Nicht selten hat auch der Zufall dabei eine Rolle gespielt und es ist etwas ganz anderes entstanden, als dem Herausz\u00fcchter eigentlich vorschwebte. Bei anderen Versuchen kam man trotz vieler Anstrengungen nicht zum Ziel.<br>Im folgenden werden einige Rassen aufgef\u00fchrt. Sie waren zum Teil schon in fr\u00fcheren Standards anerkannt und sind schon \u00e4lter als manche unserer heutigen anerkannten Rassen.<br>Wieder andere kamen \u00fcber eine kleine lokale Z\u00fcchtergemeinde nicht hinaus und sind heute ohne jede Bedeutung oder wieder in der Versenkung verschwunden.<br>Der Reiz, Neues und Seltenes, noch nie da gewesenes zu schaffen, l\u00e4sst sich jedoch nicht unterdr\u00fccken, was die vielen Neuz\u00fcchtungen der vergangenen Jahre beweisen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Augsburger Fehkaninchen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Rasse entstand, wie sein Name schon sagt, in Augsburg. Der bayerische Z\u00fcchter Georg Deininger in Augsburg hat sie in den Jahren kurz nach dem ersten Weltkrieg aus Havannakaninchen und eisengrauen Tieren herausgez\u00fcchtet.<br>Sei Zuchtziel war das selbe wie das des D\u00fcsseldorfer Z\u00fcchter K. Hoffmann, n\u00e4mlich die Perlung des sibirischen Feh-Eichh\u00f6rnchens, welche dem Marburger Feh noch fehlte, durch die entsprechende Kreuzung anzuz\u00fcchten.<br>Das Augsburger Fehkaninchen zeigte gegen\u00fcber dem D\u00fcsseldorfer Perlfeh in der Farbe einige Unterschiede.<br>Die Deckfarbe war weniger geperlt, daf\u00fcr kam die Fehfarbe mit rotbraunem Ton mehr zur Geltung. Auch die wei\u00dfe Bauchdeckfarbe war dunkel im Gegensatz zum Perlfeh, wo sie beim hellen Farbenschlag wei\u00df ist.<br>Das gleichlaufende Zuchtziel dieser beiden Fehkaninchenarten hat dann die Standardkommission bei der Neuaufstellung der Reichsbewertungsbestimmungen im Jahre 1936 veranlasst, beide Rassen unter der Bezeichnung &#8222;Perlfeh&#8220; zusammenzulegen.<br>Die geringe Verbreitung berechtigte zu dieser Ma\u00dfnahme und heute gibt es keine D\u00fcsseldorfer und Augsburger Feh mehr, sonder beide Arten laufen unter dem Namen &#8222;Perlfeh&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Deutsche Landkaninchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl sie eine der \u00e4ltesten Scheckenrassen war, befasst sich heute kein Z\u00fcchter mehr mit dieser Rasse.<br>Seine Heimat war Belgien, wo es als Belgisches Landkaninchen bekannt war. Es erreichte dort ein Gewicht von 4 kg, w\u00e4hrend es bei uns etwa das Gewicht des Deutschen Riesenschecken-Kaninchen hatte.<br>Im Jahre 1892 wurde es von Altmeister Lorenz Todt in M\u00fchlheim, aus Belgien eingef\u00fchrt und besonders in der Krefelder Gegend gez\u00fcchtet.<br>Das Deutsche Landkaninchen geh\u00f6rte mit zu den Stammeltern unseres Deutschen Riesenschecken-Kaninchens. Das charakteristische Merkmal beim Deutschen Landkaninchen war der fehlende Schmetterling, es war blanknasig. Vom Deutschen Landkaninchen wurde eine etwas feinere Knochenbildung gew\u00fcnscht, welche dann auch ein etwas geringeres K\u00f6rpergewicht bedingte. Sonst bestand zwischen beiden Scheckenrassen kein Unterschied.<br>Das Gewicht schwankte zwischen 4,5 und 5 kg. Der K\u00f6rperbau war, abgesehen von dem etwas schw\u00e4cheren Knochenbau, ebenfalls der des Deutschen Riesenschecken-Kaninchens.<br>Das Fell wurde gut dicht im Haar mit dichter Unterwolle verlangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anerkannt waren die Farbenschl\u00e4ge schwarz-wei\u00df und blau-wei\u00df, von welchen sich allerdings nur der schwarze Schlag behaupten konnte. Die Zeichnung bestand aus den Augenringen, Ohrenansatz, Aalstrich und der Seitenzeichnung<br>Die Zucht war genauso interessant wie die der heutigen Scheckenrassen, obwohl durch das Fehlen des Schmetterlings weniger Zeichnungsfehler auftraten.<br>Infolge der geringen Verbreitung ist die Rasse seit einigen Jahrzehnten nicht mehr anerkannt und deshalb auch verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Gro\u00dffehkaninchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es handelte sich hier um ein Riesenkaninchen, welches sich vom grauen Deutschen Riesenkaninchen nur in der Farbe unterschied. Die Farbe war blaugrau. Diese Farbe stellte jedoch nichts Neues dar, denn diese Farbe war bereits aus den Anf\u00e4ngen der Haustierwerdung des Kaninchens bekannt.<br>Die Reinzucht dieses Farbenschlages wurde im Rheinland in Honnef am Rhein und auch in Norddeutschland in der Gegend um L\u00fcbeck herum betrieben. Sp\u00e4ter fanden diese Tiere auch im \u00fcbrigen Reich Verbreitung und bis zur Neubearbeitung der Reichsbewertungsbestimmungen wurde sie auch als Rasse &#8220; Honnefer Riesenfeh &#8220; gef\u00fchrt. Seit dem Standard von 1936 finden wir sie als blaugraue Wiener, wo sie als mittelgro\u00dfe Rasse auch hingeh\u00f6ren. Durch Einkreuzung von Blauen Wienern wurde unter Beibehaltung der Farbe die Form verbessert. Die Bezeichnung &#8222;Gro\u00dffeh&#8220; war sowieso abwegig, weil die blaugraue Farbe nicht als Fehfarbe angesprochen werden konnte. Der bl\u00e4uliche Ton sollte \u00fcberwiegen, dunkle Tier waren gleichwertig. Die gr\u00e4ulichen Deckhaare hatte dunklere Spitzen, die gleichm\u00e4\u00dfig verteilt sein sollten. Innenseite der L\u00e4ufe und Kinnbacken waren wei\u00df, der Keil br\u00e4unlich. Die Unterfarbe, am Bauch, war bl\u00e4ulichgrau, die Krallen dunkel. Wie beim Grauen Wiener-Kaninchen lag auch bei diesem Farbenschlag der Schwerpunkt darin, die Wienerform noch besser herauszubringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Husumer Blauaugenkaninchen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Schecken-Kaninchen \u00e4hnlich wie das &#8222;Wei\u00dfe Hototkaninchen&#8220;, jedoch eine \u00e4ltere Z\u00fcchtung, war das &#8222;Husumer Blauaugen-Kaninchen&#8220;.<br>Der damals bekannte Z\u00fcchter Hermann Ziemer in Arnstadt in Th\u00fcringen, welcher fr\u00fcher in Husum wohnte, hatte diese Rasse herausgez\u00fcchtet. Wie der Name sagte, handelte es sich hier um blau\u00e4ugige Tiere, w\u00e4hrend die &#8220; Wei\u00dfen Hotot&#8220; braune Augen aufwiesen. Das Ziel von Ziemer war, ein wei\u00dfes Kaninchen mit blauen Augen zu z\u00fcchten. Seine Zuchtversuche verliefen in die Zeit um die Jahrhundertwende, also zu einer Zeit, wo es noch keine &#8222;Wei\u00dfen Wiener&#8220; gab. Letztere sind bekanntlich erst im Jahr 1907 durch den Wiener Z\u00fcchter Mucki herausgez\u00fcchtet worden.<br>Die Ziemscher Tiere hatten schon ganz beachtliche Fortschritte gemacht, denn die Zeichnung war zum Teil schon so weit zur\u00fcckgez\u00fcchtet wie bei den Hotot. Nur ein breiter Augenring lie\u00df noch die dunkle Farbe in Erscheinung treten. Der erste Weltkrieg n\u00f6tigte jedoch Ziemer, die Zucht aufzugeben und heute haben wir mit den &#8222;Wei\u00dfen Wienern&#8220; eine Rasse mit blauen Augen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Lohsilberkaninchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1921 bis 1922 entstand gleichzeitig in Berlin und Stade aus einer Kreuzung von Gro\u00dfsilber- und Schwarzloh-Kaninchen das &#8222;Lohsilberkaninchen&#8220;.<br>Als Herausz\u00fcchter galten die Z\u00fcchter Karl Kosmiel in Halle an der Saale und Karl Hueg in Stade. Diese h\u00fcbsche Rasse wurde damals in den Standard aufgenommen und auch einige Jahre besonders auf mitteldeutschen Schauen gezeigt.<br>Es handelte sich um eine mittelgro\u00dfe Rasse im Gewicht von 3 bis 4 kg. Bei einem leicht gedrungenen K\u00f6rper. Die Zeichnungsmerkmale waren dieselben wie beim Schwarzloh, nur mit dem Unterschied, dass an Stelle der reinschwarzen Deckfarbe eine wei\u00df gesilberte Decke trat. H\u00e4ufig war die Decke auch mit lohfarbigen Haaren durchsetzt, welche jedoch den Wert der Tiere und das Farbbild nicht herabsetzten. Die Lohfarbe war beim Lohsilber naturgem\u00e4\u00df nicht so intensiv ausgepr\u00e4gt wie beim Lohkaninchen und wie sie beim Schwarzloh am sch\u00f6nsten in Erscheinung tritt. Die Bauchfarbe war recht matt. Es war ein Schwarzloh mit Silberung, welche in mittlerer Schattierung gew\u00fcnscht wurde. Trotz aller Anstrengungen der Herausz\u00fcchter kam jedoch die Rasse \u00fcber ihre Heimat nicht hinaus und ist heute v\u00f6llig von der Bildfl\u00e4che verschwunden<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Opossumkaninchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Rasse hatte ebenfalls den Vorrang, im Standard aufgef\u00fchrt zu sein, ohne auf den Schauen gezeigt zu werden.<br>Es war wohl zugleich auch die schwierigste Imitationszucht mit dem Ziel, ein Kaninchenfell zu schaffen, welches eine Nachahmung der drei Arten des amerikanischen, des Blauen Tasmania- und des australischen Opossum-Pelzes darstellen sollte. Die Schwierigkeiten, welche in der Haarkr\u00e4uselung lagen, waren hier weit gr\u00f6\u00dfer als bei der Fuchsimitation.<br>F\u00fcr die Herausz\u00fcchtung des Opossum-Kaninchens hatte sich in den 20 er Jahren des 20. Jahrhunderts besonders der bekannte Z\u00fcchter Lehrer Georg Thomas, damals in Altenweddingen, in Langenweddingen Kreis Magdeburg, hervorgetan. Auch der Z\u00fcchter Ulrich aus Kassel war ein eifriger Verfechter dieser f\u00fcr die Pelzwarenindustrie besonders beachtungswerten Neuz\u00fcchtung.<br>Ende der 20 er Jahre waren bereits einige ziemlich gute Tiere von Lehrer Thomas bekannt, so sein Tasmania-Blau-Opossun-Kaninchen, sein Australisches Opossum- und sein Amerikanisches Opossum-Kaninchen. Es waren Kaninchen mit einem gro\u00dfen Fell im Gewicht von 5 kg. In der Farbe waren diese Tier wohl dem echten Opossumpelz sehr \u00e4hnlich, doch fehlte vielfach eben bei den Herausz\u00fcchtungen die typische Haarkr\u00e4uselung und deren konstante Vererbung. Bei diesen erw\u00e4hnten Ersatzz\u00fcchtungen handelte es sich also nur um Ans\u00e4tze, welche au\u00dfer der Farbe nur eine geringe \u00c4hnlichkeit mit der gekr\u00e4uselten Behaarung des echten Opossum aufzuweisen hatten. Das einzige Tier, welches in der Haarstruktur befriedigte und auch in der Haarl\u00e4nge dem echten Opossum entsprach, wurde sp\u00e4ter von dem Z\u00fcchter Friedrich Joppich in Boberg bei Hamburg herausgez\u00fcchtet. Durch Zufall war es aus der Zucht der Deutschen Wollrexe &#8211; Deutsches Kurzhaarkaninchen &#8211; hervorgegangen. Leider war aber auch dieser Rammler ein Blender, welche die ihm eigene Behaarung nicht weiter vererbte. Das Opossum-Kaninchen ist daher bisher, wie so manche andere Rasse welche ein Edelpelzfell nachahmen sollte, ein Traumbild geblieben.<br>Das ist in der Fellveredelungsindustrie weit besser gegl\u00fcckt. Diese ist mit ihren Seal-, Biber-, Nutria-, Skunks-, Zobel -und Nerzveredelung dem jeweils echten Fell gleichen Namens t\u00e4uschend nahe gekommen.<br>W\u00e4hrend die Natur der Z\u00fcchterkunst ein Halt setzt, scheint die Technik noch manches Wunder zu vollbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Goldlohkaninchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese war auch als Karlsbader Goldloh bekannt.<br>Herausz\u00fcchter war der Z\u00fcchter Friedrich Mader in Karlsbad. Auch diese Neuheit wurde nur in wenigen Exemplaren gezeigt und ist \u00fcber die Anf\u00e4nge nicht hinausgekommen. Die Goldloh waren nicht zu verwechseln mit den Braunloh, sondern hatten eine fuchsig-rote Deckfarbe. Vermutlich waren es R\u00fcckschl\u00e4ge auf die bei den Schwarzloh fr\u00fcher vorgenommene Kreuzungen mit Hasenkaninchen. Mit dieser Einkreuzung sollte die Lohfarbe verbessert werden. Dabei wurde jedoch die Form verschlechtert und auch die braun durchsetzte Decke war eine Folge dieser Paarung.<br>Da bei den Goldloh jeder Farbkontrast fehlte, fand diese Neuheit keine Verbreitung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deutsches Kurzhaarkaninchen (Wollrex)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist oft eigenartig, dass ein und dieselbe Z\u00fcchtung in verschiedenen L\u00e4ndern fast zu gleicher Zeit in Erscheinung tritt, ohne dass die daran arbeitenden Z\u00fcchter von ihrer Arbeit wissen.<br>So war dies der Fall bei Aufkommen des Deutschen Kurzhaarkaninchens und der Kurzhaarkaninchen franz\u00f6sischer Herkunft, welche ja als Castorrex (Biberk\u00f6nig) bekannt geworden sind. In der N\u00e4he von L\u00fcbeck wurden im Jahre 1926 mehrere solcher kurzhaarigen Tiere bei einem unorganisierten Kaninchenhalter angetroffen, der diese an den bekannten Z\u00fcchter Friedrich Joppich in Boberg bei Hamburg verkaufte. Joppich stellte dann auch fest, dass zwischen dem Kurzhaarkaninchen franz\u00f6sischer Herkunft und dem deutschen in der Haarstruktur Unterschiede bestanden, was durch eine sp\u00e4tere Verpaarung dieser beiden Arten auch best\u00e4tig wurde.<br>Beim Deutschen Kurzhaarkaninchen war eine leichte Kr\u00e4uselung der Haare festzustellen, das Haar hatte eine sehr wollige Beschaffenheit, welche beim Castorrex fehlte. Diese besondere Haarstruktur brachte den Tieren die Bezeichnung Wollrexe. Sp\u00e4ter wurden sie dann<br>Deutsche Kurzhaar genannt. Die Zucht dieser Deutschen Kurzhaarkaninchen untereinander ergab dieselbe Nachzucht wie die Elterntiere, die gekr\u00e4uselte Behaarung wurde weitervererbt. Wurden dagegen dieselben mit Kurzhaarkaninchen franz\u00f6sischer Herkunft verpaart, so fiel die Nachzucht eigenartiger weise normalhaarig aus. Dadurch war erwiesen, dass die beiden Kurzhaarfaktoren nicht durch die selbe Mutation entstanden sind, sondern auf v\u00f6llig verschiednen Erbformeln beruhten.<br>Die Deutschen Kurhaarkaninchen haben jedoch keine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung erreicht, wurden vielmehr von unserem heutigen Rexkaninchen v\u00f6llig verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Wasser bedeutet Leben<\/summary>\n<p>Die Bedeutung von Wasser f\u00fcr die Kaninchenzucht und Kaninchenhaltung wird oft untersch\u00e4tzt.<br>Der K\u00f6rper des Kaninchens besteht zu 50 &#8211; 60 % aus Wasser. Der Wasseranteil bei jungen Kaninchen entscheidend h\u00f6her, n\u00e4mlich bei rd. 70 %.<br>Wasser ist sowohl f\u00fcr die Verdauung als auch f\u00fcr die Aufnahme der N\u00e4hrstoffe wichtig. Durch die \u00fcber die Lunge erfolgte Ausatmung, zum Temperaturausgleich und durch die Harnwege scheiden die Tiere relativ viel Wasser aus. Um diese Prozesse reibungslos in Gang zu halten muss dem K\u00f6rper wieder eine entsprechende Menge zugef\u00fchrt werden. Besonders an warmen und hei\u00dfen Tagen ist den Tieren ausreichend Trinkwasser zu reichen.<br>Gr\u00f6\u00dftenteils erhalten unsere Kaninchen ihr ben\u00f6tigtes Wasser \u00fcber das Futter, an das es gebunden ist, jedoch ist zu beachten, dass Futtermittel einen sehr unterschiedlichen Wassergehalt aufweisen.<br>Junge Pflanzen und Gr\u00fcnfutter im allgemeinen, haben meist einen hohen Wassergehalt aufzuweisen, ebenso die h\u00e4ufig im Herbst gereichten R\u00fcben. Wird der Durst vom Z\u00fcchter nicht bemerkt und befriedigt, so vermindern sich die lebensnotwendigen Dr\u00fcsenausscheidungen und es treten die Gesundheit unserer Tiere betreffende Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten auf. Ein v\u00f6lliger Wasserentzug w\u00fcrde zum schnellen Tod f\u00fchren.<br>Unsere Kaninchen erhalten in vielen F\u00e4llen eine wasserreiche Mischkost, wie z.b. Weich- und Gr\u00fcnfutter. Der direkte Wasserbedarf ist hiermit im allgemeinen schon gedeckt. F\u00fcttern wir aber unsere Kaninchen, so bescheiden sie auch sind, ausgesprochen mit Trockennahrung<br>wie z.B. Pellets, Heu, K\u00f6rner, Brot oder ged\u00f6rrte Schalen, so ist eine zus\u00e4tzliche Verabreichung von Wasser unbedingt erforderlich. Bei Tieren einer Mittelrasse ist beispielsweise mit einem Wasserbedarf von t\u00e4glich 0,5 Litern zu rechnen. Hier ist anzumerken, dass der Bedarf bei tr\u00e4chtigen H\u00e4sinnen oder H\u00e4sinnen w\u00e4hrend der S\u00e4ugeperiode wesentlich h\u00f6her liegt. Jungtiere haben ebenfalls einen h\u00f6heren Wasserbedarf als Alttiere. Auch sollte nicht au\u00dfer acht gelassen werden, ob die Kaninchen in einem Innen- oder Au\u00dfenstall gehalten werden. Ein Faktor der ebenfalls, abh\u00e4ngig von der Jahreszeit, in Erw\u00e4gung zu ziehen ist. Eine besondere Rolle spielt in diesem Falle die Umgebungstemperatur.<br>Die Wasserabgabe der Tiere ist ebenfalls verschieden gro\u00df und steht in engem Zusammenhang mit der W\u00e4rmequellenregulierung des K\u00f6rpers. Durch Verdunstung werden dem K\u00f6rper \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme und Wasser entzogen und dadurch eine gewisse Abk\u00fchlung herbeigef\u00fchrt. Die Wasseraufnahme unserer Tiere richtet sich ganz nach dem Durstgef\u00fchl, das durch den Anstieg der Kochsalzkonzentration in den K\u00f6rperzelle ausgel\u00f6st wird. Ein sicheres Anzeichen von Durst ist beim Kaninchen ein Lecken am Drahtgitter sowie das Ablehnen von Trockenfutter.<br>Diese Tatsachen beweisen uns, dass auch unsere Kaninchen unter bestimmten Umst\u00e4nden nicht ohne Tr\u00e4nke auskommen. Die mitunter zu h\u00f6rende Meinung, das Hauskaninchen brauche schon deshalb keine zus\u00e4tzliche Fl\u00fcssigkeit weil sein Ursprung im Wildkaninchen zu suchen ist und sich dieses vorzugsweise in trockenen Sandgegenden und Heidegel\u00e4nde ansiedelt, ist falsch. Unsere Hauskaninchen leben unter v\u00f6llig anderen Bedingungen. Sie leben, im Gegensatz zu ihren wilden Artgenossen nicht in freier Natur, sondern in Stallungen. Auch ist zu bedenken, dass das Wildkaninchen nur die Gr\u00f6\u00dfe eines kleinrassigen Hauskaninchens aufweist und schon deshalb weniger Fl\u00fcssigkeit als die meisten Vertreter unserer Kulturrassen braucht. Ihm gen\u00fcgt notfalls das Wasser das in Gr\u00fcnpflanzen vorhanden ist. Zudem hat es die M\u00f6glichkeit sich von betauten Pflanzen zu ern\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4nkem\u00f6glichkeiten<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4nkeanlage&nbsp;&#8211; Der Nachteil von Tr\u00e4nkeanlagen ist, dass sich die Tiere zum K\u00fchlen (Sommer) unter die Tr\u00e4nkenippel legen und dadurch st\u00e4ndig Wasser nachl\u00e4uft, ferner verkalken die Nippel sehr rasch.<\/p>\n\n\n\n<p>Wassern\u00e4pfe&nbsp;&#8211; Wassern\u00e4pfe sind regelm\u00e4\u00dfig zu reinigen, da h\u00e4ufig durch Futterreste aber auch Kot verschmutzt. Abgestandenes Wasser muss, insbesonders in der warmen Jahreszeit entfernt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Glasflaschen&nbsp;&#8211; Auch Glasflaschen sind regelm\u00e4\u00dfig, hierzu z\u00e4hlen auch die als Nippel dienenden Glasr\u00f6hrchen, zu reinigen. Durch Lichteinstrahlung besteht die Gefahr von Algenbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Trinkbeh\u00e4lter&nbsp;&#8211; Diese verf\u00fchren dazu Wasser lediglich nachzuf\u00fcllen. Das abgestandene sich noch im Beh\u00e4lter befindliche Wasser wird mit Frischwasser nur vermischt, was zu Bakterienbildung f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal was Sie f\u00fcr eine Tr\u00e4nkem\u00f6glichkeit w\u00e4hlen, Voraussetzung dass Ihre Tiere gesund bleiben, ist peinlichste Sauberkeit. Nur so k\u00f6nnen, was die Wasserdarrreichung betrifft, Krankheitserreger von den Tieren fern gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine eventuelle Zugabe von Obstessig (ca. 30 ccm auf 10 Liter Wasser) aber auch die Beigabe von Salz oder Zucker kann die Wasseraufnahme der Tiere verbessern. Obstessig verhindert zudem, in einem gewissen Ma\u00dfe, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.<\/p>\n\n\n\n<p>ein Beitrag von Alfons Gartmayr<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Wichtige Adressen<\/summary>\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td colspan=\"5\">Institute, Lehr- und Versuchsanstalten f\u00fcr Kleintierzucht<\/td><\/tr><tr><td>Bayerische Landesanstalt f\u00fcr Tierzucht<\/td><td>Prof.-D\u00fcrrwaechter-Platz 1<\/td><td>85586 Poing bei M\u00fcnchen<\/td><td>089\/991410<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Lehr- und Versuchsstation f\u00fcr Kleintierzucht\/Gefl\u00fcgelzucht<\/td><td>Mainbernheimer Stra\u00dfe 101<\/td><td>97318 Kitzingen\/Main<\/td><td>09321\/33044<\/td><td>Fax 09321\/33511<\/td><\/tr><tr><td>Institut f\u00fcr Gefl\u00fcgelkrankheiten, Lehrstuhl<br>f\u00fcr Gefl\u00fcgelkunde,<br>Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/td><td>Veterin\u00e4rstra\u00dfe 3<\/td><td>85764 Oberschlei\u00dfheim<\/td><td>089\/21806070<\/td><td>Fax 089\/21806082<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td colspan=\"5\">Veterin\u00e4r-Untersuchungs\u00e4mter<\/td><\/tr><tr><td>Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.<\/td><td>Senator-Gerauer-Stra\u00dfe 23<\/td><td>85586 Poing bei M\u00fcnchen<\/td><td>089\/9091-0<\/td><td>Fax 089\/9091-202<\/td><\/tr><tr><td>Landesuntersuchungsamt f\u00fcr das<br>Gesundheitswesen Nordbayern<\/td><td>Eggenreuther Weg 43<\/td><td>91058 Erlangen<\/td><td>09131\/7640<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Landesuntersuchungsamt f\u00fcr das<br>Gesundheitswesen S\u00fcdbayern<\/td><td>Veterin\u00e4rstra\u00dfe 2<\/td><td>85764 Oberschlei\u00dfheim<\/td><td>089\/31560-1<\/td><td>Fax 089\/31560-425<\/td><\/tr><tr><td>Institut f\u00fcr Gefl\u00fcgelkrankheiten, Lehrstuhl<br>f\u00fcr Gefl\u00fcgelkunde,<br>Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/td><td>Veterin\u00e4rstra\u00dfe 3<\/td><td>85764 Oberschlei\u00dfheim<\/td><td>089\/21806070<\/td><td>Fax 089\/21806082<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Unser Hobby<\/summary>\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Unser Hobby<\/strong>In unserer hektischen Zeit mit den vielen Freizeitangeboten bietet die Zucht unserer Rassekaninchen eine M\u00f6glichkeit, ideelle, ethische Werte des Lebens zu erfahren, die uns so sehr fehlen. Wir erhalten dabei einen tiefen Einblick in den wunderbaren Jahresablauf von Natur und Tier. Wer einmal diese Werte t\u00e4glich im kleinen erfasst hat und immer wieder erleben kann, ist zufrieden mit sich selbst und sehnt sich nicht nach gro\u00dfen materiellen Werten.<br>Kurz und gut.: Man ist ein gl\u00fccklicher Mensch. Wo Rassekaninchenzucht betrieben wird, nimmt die ganze Familie teil.Die Zucht von Rassekaninchen bietet aber auch Gelegenheit, Kameradschaft und Freundschaft unter Gleichgesinnten zu finden und zu pflegen. Man erh\u00e4lt Kontakt zu unkomplizierten Mitmenschen, in denen vielfach verborgenen zwischenmenschliche Werte schlummern.<br>Die Rassekaninchenzucht hat aber auch eine wirtschaftliche Seite: Fleisch, Fell, Wolle und Mist liefert einen nicht unbedeutenden volkswirtschaftlichen Ertrag, wobei Fell und Wolle in unserer heutigen Zeit etwas an Aktualit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft haben. Aber all diese Produkte entstehen im Lebenskreislauf unserer Kaninchen. Die Mitglieder des Verbandes Bayerischer Kaninchenz\u00fcchter (VBK) erzeugen j\u00e4hrlich eine nicht zu untersch\u00e4tzende Menge von hochwertigem Kaninchenfleisch, auch der Wert der anfallenden Kaninchenfelle ist beachtlich. Die Felle werden von den in den Frauengruppen organisierten Damen zu Pelzm\u00e4nteln, Jacken, Decken, Kissen und Bastelarbeiten verarbeitet. Die anfallende Angorawolle findet Verwendung bei Unterw\u00e4sche, Pullovern und dergleichen. Der erzeugte Mist findet bei Hobbyg\u00e4rtner oder bei den Z\u00fcchter eine biologisch wertvolle Verwendung.<br>Die sinnvolle Verwendung unserer Produkte wird in Kursen und Vortr\u00e4gen durch bestens geschulte Referentinnen und Referenten an die Mitglieder, Clubs und einzelnen Sektionen weitergegeben.<br>Zusammenfassend kann man feststellen, dass der Nutzen der Kaninchenzucht in Bayern sehr betr\u00e4chtlich ist. Dieser Nutzen darf jedoch nicht nur in einer reinen Bargeldabrechung gesehen werden. Die ideellen Werte sind mit einzubeziehen. Dabei denken wir an die vielen gl\u00fccklichen und ausgef\u00fcllten Freizeitstunden, die uns bereits eine kleine Kaninchenzucht Tag f\u00fcr Tag zu bieten hat.<br>Das Angebot der Freizeitbesch\u00e4ftigungen ist heute nahezu grenzenlos. Sei es durch internationales Medienspektakel oder anderweitigen M\u00f6glichkeiten bei Sport und Spiel.<br>Wer sich gerne mit Natur und Tieren befasst, der findet in der Haltung und Zucht von Rassekaninchen ein dankbares Hobby. Vor dem Einstieg in die Rassekaninchenzucht m\u00fcssen zahlreiche Aspekte gekl\u00e4rt werde; Platzverh\u00e4ltnisse, Standort f\u00fcr Stallanlage, Zeitbedarf, Futterbeschaffung, Futterdepot und zu guter Letzt, die Wahl der Rasse. Es ist sinnvoll, in diese Entscheidung die ganze Familie einzubeziehen.<br>In der Bundesrepublik Deutschland sind 70 Rassen anerkannt mit ca. 200 verschiedenen Farbenschl\u00e4gen. Bei dieser gro\u00dfen Palette von Rassen und Farben kann jeder Kaninchenfreund das f\u00fcr ihn passenden Kaninchen finden.<br>Bevor mit der Zucht begonnen wird, ist eine Abkl\u00e4rung der Stallgr\u00f6\u00dfe vorzunehmen.<br>Die Gr\u00f6\u00dfe variiert zwischen der gr\u00f6\u00dften Rasse den Deutschen Riesen mit 7 Kilogramm K\u00f6rpergewicht und mehr und den Zwergrassen mit einem Minimalgewicht von einem Kilo.<br>Um den W\u00fcnschen der Z\u00fcchter gerecht zu werden, sind innerhalb der Zwerg,- Klein,- Mittel, und Gro\u00dfrassen die verschiedenen Zeichnungen und Farben anerkannt. Zudem sind bei allen vier Kategorien Rassen und Farbenschl\u00e4ge vertreten, bei denen die Grundfarbe rein wei\u00df ist, die Augenfarbe jedoch rot erscheint, diese Tiere sind Vollalbino. Nicht unerw\u00e4hnt soll bleiben dass es auch wei\u00dfe Tiere mit blauen Augen gibt, die Teilalbino. Au\u00dferdem kennen wir neben den Normalhaarrassen auch Kaninchen mit kurzem Haar, die Rexe und das allseits bekannte Angorakaninchen mit einer Haarl\u00e4nge von \u00fcber 6 Zentimetern. Verschiedene Rassen unterscheiden sich durch das Tragen der Ohren, durch Ohrl\u00e4nge und Beschaffenheit. Zu den Rassen mit h\u00e4ngenden Ohren z\u00e4hlen wir alle Widderrassen, wobei man bei Tieren mit H\u00e4ngeohren von Behang spricht. Bei diesen Tieren zeigen Stirn- und Nasenbein eine relativ starke W\u00f6lbung, der sogenannte Ramms.<br>F\u00fcr den Neueinsteiger in die Rassekaninchenzucht ist es ein Vorteil, wenn sich in seiner Nachbarschaft oder unter seinen Vereinskollegen Z\u00fcchter befinden, welche auf jahrelange Erfahrung zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen und mit ihrer Rasse einen entsprechenden Zuchtstand aufweisen k\u00f6nnen. Sie bieten Gew\u00e4hr f\u00fcr gute und gesunde Tiere.<br>Gewisse Rassen und Farbenschl\u00e4ge sind schwer zu z\u00fcchten und ben\u00f6tigen viel Geduld. Zu ihnen geh\u00f6ren die verschiedenen Scheckenrassen mit ihrer angeborenen Spalterbigkeit. Nachteilig wirkt sich f\u00fcr einen Anf\u00e4nger aus wenn er eine seltene Rasse bevorzugt, bei der es schwierig ist entsprechende Tiere von Z\u00fcchterkollegen zu bekommen.<br>Die Kernfrage wird nun sein, die positiven und die negativen Gesichtspunkte gegeneinander abzuw\u00e4gen und letztendlich zu entscheiden. Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt noch hinzu. Wie steht es mit meinem z\u00fcchterischen Wissen, mit der Erfahrung in der Kaninchenzucht und mit dem zeitlichen Arbeitsaufwand. Dies sind Faktoren, die bei einem Entscheid zur Rassewahl und zum Einstieg in die Rassekaninchenzucht mit ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<br>Jeder Interessierte sollte seine Rasse nach freier Wahl aussuchen. Der Zuchtwart des Vereins sollte ihn jedoch auf die Vor- und Nachteile aufmerksam machen. Die Wahl des Einsteigers sollte nicht auf die schwersten Farben- und Zeichnungsrassen fallen. Um eine Auswahl zu erleichtern dient unser Einheitsstandard mit 260 Seiten und 85 Bildern.<br>Voraussetzung f\u00fcr einen erfolgreichen Zuchtaufbau sind gesunde Tiere, gute Pflege und naturnahe F\u00fctterung.<br>Der Einstig in die Rassekaninchenzucht und Haltung ist wie fast jede andere Freizeitbesch\u00e4ftigung mit finanziellen Aufwendungen verbunden. Dies f\u00e4ngt mit der Herstellung oder dem Kauf von St\u00e4llen an, eventuell sogar einer Zuchtanlage. Beim Kauf der Boxen und St\u00e4llen ist unbedingt darauf zu achten, dass m\u00f6glichst ger\u00e4umige Modelle angeschafft oder hergestellt werden. Schon bei Wahl der Rasse sind folgende Normalma\u00dfe zu beachten.<br>100x100x70 f\u00fcr gro\u00dfe Rassen, 80x80x60 f\u00fcr mittelgro\u00dfe Rassen und 60x70x50 f\u00fcr kleine Rassen.<br>Im Zweifelsfall ist zu empfehlen eher zu gro\u00dfe St\u00e4lle zu beschaffen als zu kleine. Es k\u00f6nnte ja sein, dass man sich sp\u00e4ter f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Rasse entscheidet.<br>Die St\u00e4lle sind nach M\u00f6glichkeit so auszurichten ,dass sie die Morgensonne empfangen k\u00f6nnen. Ist dies nicht m\u00f6glich, dann muss man darauf achten, dass die St\u00e4lle beziehungsweise die Tiere vor st\u00e4rkerer Sonneneinstrahlung und anderen Witterungseinfl\u00fcssen gesch\u00fctzt sind.Eine saubere Stallanlage mit viel frischer Luft und Licht freut die Z\u00fcchter und die Umwelt.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kaninchen-bayern.de\/_html\/tips_tricks\/_html\/images_unser_hobby\/stall.jpg\" width=\"521\" height=\"387\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Wie sieht eine einzelne Box aus?Die einzelne Box ist mit einer Kunststoffschublade zu versehen, die ungeachtet der Rasse eine Randh\u00f6he von 10 bis 18 Zentimeter aufweisen soll. Die Kunststoffschublade ist dauerhaft und sch\u00fctzt das Holz vor dem Einsickern von Urin. Das Einlegen eines Holzrostes in die Schublade ist nicht unbedingt erforderlich. Der Holzrost hat den Nachteil, dass das w\u00f6chentliche Reinigen der Boxen zeitaufw\u00e4ndig ist, bringt aber den Vorteil, dass weniger Einstreu wie Stroh notwendig ist. Gerade an hei\u00dfen Sommertagen sch\u00e4tzen die Kaninchen einen Liegeplatz, der frei ist von Einstreu. Ein Kunststoffrost kann nat\u00fcrlich auch eingebracht werden, ist er doch wesentlich leichter zu reinigen und nimmt keine Feuchtigkeit auf. Zur Ausstattung einer Box geh\u00f6rt ein zweiteiliger Futtertrog, oder zwei Einzeltr\u00f6ge f\u00fcr Futter und Wasser, das Trinkwasser kann auch \u00fcber Flaschen- oder Nippeltr\u00e4nken erfolgen. Eine Futterraufe rundet das Angebot ab, verhindert doch dieselbe, dass das Futter sauber bleibt und nicht am Boden zertrampelt wird.<br>In die Kunststoffschublade streuen wir Torf oder S\u00e4gesp\u00e4ne, vor allem in die Kotecke des Tieres, die man durch Beobachten bald feststellen kann, darauf kommt gutes Stroh. Auf die Verwendung von Torf sollte allerdings verzichtet werden um unsere Moore zu sch\u00fctzen.<br>W\u00e4hren der Woche ist stets Stroh nachzustreuen, damit es die Kaninchen immer trocken und sauber haben. W\u00f6chentlich ist die Schublade zu leeren, mit Wasser zu reinigen und neu mit S\u00e4gesp\u00e4nen und Stroh zu versorgen.T\u00e4glich am Abend f\u00fcttern.Kaninchen m\u00fcssen bei Stallhaltung wie wir sie betreiben t\u00e4glich gef\u00fcttert und getr\u00e4nkt werden. Die veraltete Ansicht, unsere Lieblinge brauchen kein Wasser ist falsch, gerade beim heutigen Einsatz von Fertigfutter, wie Pellets ist Wasser unbedingt erforderlich. Die F\u00fctterung sollte wenn m\u00f6glich immer zum selben Zeitpunkt erfolgen, bei den meisten berufst\u00e4tigen Z\u00fcchtern wird dies am Abend sein. Der Futtertrog ist t\u00e4glich zu reinigen und etwaige Futterreste sind zu entfernen. Heu, Wasser und eine gute K\u00f6rnermischung sind die Grundnahrungsmittel unserer Kaninchen. Auch bei Gabe von Gr\u00fcnfutter ist t\u00e4glich frisches Wasser zu reichen. Ab den Fr\u00fchlingsmonaten kann wenn sich die M\u00f6glichkeit bietet Gr\u00fcnfutter gegeben werden. Dazu kommen R\u00fcben, M\u00f6hren und viele andere Gem\u00fcsesorten, die der Garten bietet. Fenchel, Tobinambur, Sonnenblumenbl\u00e4tter d\u00fcrfen in kleine Mengen bedenkenlos verf\u00fcttert werden, ebenso frische K\u00fcchenabf\u00e4lle und trockenes Brot, das Abwechslung in den Speisezettel unserer Kaninchen bringt.<br>Sp\u00e4testens ab der 10. Alterswoche sollte jedes Kaninchen, nach dem T\u00e4towieren f\u00fcr sich eine Einzelbox haben. Dies verhindert Bei\u00dfereien und Raufereien unter den Jungtieren und f\u00f6rdert eine gute Entwicklung. Auch wenn diese Einzelhaltung nicht \u00fcberall verstanden wird, so ist sie doch vern\u00fcnftig und haustiergerecht.<br>Muttertieren ist zum Werfen und w\u00e4hrend der S\u00e4ugezeit eine besonders ger\u00e4umige Einzelbox zur Verf\u00fcgung zu stellen, oder zwei Boxen mit einem Durchgang in der Zwischenwand.Z\u00fcchten sollte man Kaninchen wenn m\u00f6glich nur in der ersten H\u00e4lfte des Jahres, weil in dieser Zeit das Wachstum viel besser ist. Sp\u00e4testens am dritten Tag nach dem Werfen ist das Nest zu kontrollieren. Eine H\u00e4sin sollte pro Jahr nicht mehr als zwei W\u00fcrfe aufziehen um sie nicht zu \u00fcberfordern.<br>Zu einer z\u00fcchterisch gerechten Haltung ist das periodische Schneiden der Krallen n\u00f6tig. Dies erleichtert den Tieren ein artgerechtes Auftreten und bedingt eine nat\u00fcrliche Stellung. Zudem sch\u00fctzt es den Z\u00fcchter vor unliebsamen Kratzwunden.Der Auslauf ist f\u00fcr unsere Kaninchen von besonderer Bedeutung.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kaninchen-bayern.de\/_html\/tips_tricks\/_html\/images_unser_hobby\/gehege.jpg\" width=\"517\" height=\"386\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Von besonderem Reiz ist f\u00fcr den Rassekaninchenz\u00fcchter die Ausstellungszeit. Da misst man sich mit Z\u00fcchterkolleginnen und -kollegen im friedlichem Wettstreit, meist jede Rasse unter sich. Den Besten winken wertvolle Preise, Medaillen und Pokale. An Europaschauen k\u00f6nnen sich die Z\u00fcchter mit den Zuchtfreunden aus dem Ausland messen. Um ausstellen zu k\u00f6nnen, muss sich der Z\u00fcchter einem Rassekaninchenzuchtverein anschlie\u00dfen.<br>In der Ferienzeit ist man besonders froh, Mitglied eines Rassekaninchenzuchtvereines zu sein. Sicher \u00fcbernimmt ein Vereinsmitglied w\u00e4hrend der Ferienabwesenheit die Betreuung unserer Lieblinge. Oder vielleicht wohnt in der Nachbarschaft eine pensionierte Person, die gerne diese Aufgabe \u00fcbernimmt.Lohnt der Aufwand?Wer ma\u00dfvoll f\u00fcttert, seine Tiere mit Liebe pflegt und mit ihnen auch spricht, der wird mit seinen Kaninchen viel Freude und Erfolg haben. Der finanzielle Aufwand f\u00fcr die Anschaffung von St\u00e4llen zahlt sich zwar nicht in Geld aus. Doch die Genugtuung bei Arbeit und Pflege der Tiere ist gro\u00df. Viele Menschen finden in der Kaninchenhaltung eine sinnvolle Freizeitbesch\u00e4ftigung oder eine Abwechslung in der Zeit der Pension. Sogar die ganze Familie kann an der Rassekaninchenzucht teilhaben und oft schon ist der Virus des Z\u00fcchtens vom Vater oder Gro\u00dfvater auf Kinder und Enkel \u00fcbergesprungen.<br>Kurz gesagt: Kaninchenzucht ist eine sinnvolle Freizeitbesch\u00e4ftigung, die uns nicht verloren gehen darf.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Das Auge des Kaninchen<\/summary>\n<p>Bei den zur Zeit bestehenden Kaninchenrassen wird von den Z\u00fcchtern noch viel zu wenig den Augen der Tiere Beachtung geschenkt. Manches Tier wird bei Ausstellungen, bei M\u00e4rkten oder am Stall angekauft, ohne auch nur im geringsten sich um die Augen der Tiere und deren Beschaffenheit zu bek\u00fcmmern. Gerade im Auge des Kaninchens liegt ein gro\u00dfer Effekt, den das Tier bietet. Zum Beispiel ein Riesenkaninchen mit vollen klaren und tiefschwarzen Augen, biete einen anderen Anblick, als ein gleiches Tier dieser Rasse, mit kleinen, matten und tiefliegenden Augen. Man unterscheidet schwarze, braune und rote Augen, rosa und blaue bei verschiedenen Rassen. Das Auge aller Kaninchen soll voll und klar sein, glanzvoll und feurig. Nun weisen aber auch die Augen der Tiere verschiedene Fehler auf, welche den Wert derselben vermindern., bei der Bewertung mit Abzug oder ganz ausgeschlossen werden. Viele Fehler entstehen durch Nachl\u00e4ssigkeit der Z\u00fcchter, andere k\u00f6nnen angeboren, andere durch \u00e4u\u00dfere oder innere Einfl\u00fcsse, wieder andere durch Ansteckung hervorgerufen sein. Was nun die Fehler betrifft, so unterscheidet man das Fleischauge, unter diesem wieder das Fleischauge und das ausgepr\u00e4gte Fleischauge. Erkennung: Im Augenwinkel, der Nase zu , erscheint beim Fleischauge in gr\u00f6\u00dferen oder kleineren Pausen ein fleischrotes, dreieckigf\u00f6rmiges St\u00fcckchen Haut, dauernd beweglich, um wieder zu verschwinden und wieder hervorzutreten. Bei ausgepr\u00e4gtem Fleischauge ist dieser Fleischhautanteil fast unbeweglich, bleibt dadurch auch dauernd sichtbar, nimmt in vielen F\u00e4llen auch einen gr\u00f6\u00dferen Raum ein, als bei ersterem.<br>Das Sackauge:<br>Die Augen der Tiere dr\u00fccken sich der Nase zu aus den H\u00f6hlen heraus, h\u00e4ngen also nach vorne sackf\u00f6rmig aus den Augenh\u00f6hlen, in gr\u00f6\u00dferem oder geringerem Ma\u00dfe. Vorgenannte Fehler sind angeboren somit auch vererbungsf\u00e4hig.<br>Das flimmernde Auge:<br>Dasselbe ist nicht Ausdruck und glanzvoll, sondern stets leicht flimmernd, man k\u00f6nnte sagen, \u00fcberzogen. Augenfehler k\u00f6nnen einseitig oder auch beidseitig sein. Nicht selten trifft man auch Tiere, die Fleckaugen haben, bald das eine, bald das andere Auge, ohne an Augenglanz oder Sehkraft einzub\u00fc\u00dfen. Man findet in diesem Falle auf dem Augapfel einzelne kleine helle Punkte.<br>Trief- oder tr\u00e4nende Augen.<br>Dies ist eine Krankheit, entschieden hervorgerufen durch Zugluft, schlechte Stallluft, schlechte scharfe F\u00fctterung oder auch bei Geschlechtskrankheiten der Tiere. Den Tieren l\u00e4uft aus den Augenwinkeln der Nase zu dauernd eine w\u00e4ssrige Masse heraus. Der Tr\u00e4nenkanal. die Tr\u00e4nendr\u00fcsen sind entz\u00fcndet und bedingen eine vermehrte Absonderung und Ausfluss der Fl\u00fcssigkeit. Diese Entz\u00fcndung kann akut, also vor\u00fcbergehend, oder chronisch, also dauernd sein. Im letzteren Falle verlieren die Tiere sicht selten unterhalb des Auges die Haare, bekommen also kahle Stellen. Gegenmittel sind: Auswaschen, selbstredend mit Vorsicht auf die Augen) mit Kamillentee oder Fenchelwasser, m\u00f6glichste Trockenf\u00fctterung, reinliche, warme Stallung. Beachtet der Z\u00fcchter diese Krankheit nicht, so kann es vorkommen, dass sich hinter dem Augapfel Entz\u00fcndungen bilden, mit eitrigen Geschw\u00fcren. Dieselben treiben dem Tier das Auge f\u00f6rmlich aus dem Kopf. Das Kaninchen hat uns\u00e4glich zu leiden, eine Heilung ist ausgeschlossen. Entz\u00fcndete Augen trifft man vielfach an, auch hier ist meist unreine Stallung, sowie schlechte Stallluft daran schuld. Gegenmittel wie oben. Deckrammler, welche selten zum Decken verwendet werden, oder Rammler oder H\u00e4sinnen welche in unsinniger Weise, behelfs des Deckens , ganze N\u00e4chte zusammengesperrt werden, werden vielfach augenkrank. Tiere welche geschlechtskrank sind, leiden in den meisten F\u00e4llen auch noch an diesem \u00dcbel. Es ist also notwendig, dass viele Z\u00fcchter, mehr wie bisher, sich um die Augen der Tiere k\u00fcmmern, bei Anzeichen von Krankheiten rechtzeitig durch geeignete Mittel einschreiten, aber auch alles anwenden, um Augenkrankheiten zu verh\u00fcten.<br>Diese seinen: zugfreie Stallung, reichliche, trockene Streu, gesundes, zutr\u00e4gliches Futter, nicht zum mindestens liebevolle Pflege und Behandlung.<br>Gegebenenfalls ist ein Tierarzt zu konsultieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auszug aus dem Kaninchenz\u00fcchter von 1913<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Lange Krallen und lange Nagez\u00e4hne<\/summary>\n<p>Die Natur hat jedes in Freiheit lebende Tier mit seinen Waffen und Eigenschaften ausgestattet, die zu seinem Fortkommen notwendig sind. So auch unser Kaninchen. Ohne seine langen Nagez\u00e4hne w\u00e4re es nicht im Stande, harte Baumrinden u.s.w. in der kalten Winterzeit, wo alles mit Schnee und Eis bedeckt ist abzunagen, und m\u00fcsste elendiglich verhungern. Hierdurch werden die Z\u00e4hne in ihrer normalen L\u00e4nge erhalten.<br>Ganz andere Verh\u00e4ltnisse bieten sich dem in Gefangenschaft lebenden Kaninchen. Ist dasselbe in massivem Stall untergebracht, T\u00fcren u.s.w. mit Blech beschlagen, so ist dem Tiere jede Nagem\u00f6glichkeit genommen. Die Vorderz\u00e4hne wachsen infolgedessen weit \u00fcber die gew\u00f6hnliche Lage hinaus und das Tier kann jetzt zwar leidlich Nahrung in den Mund bringen, aber nicht kauen, weil die Backenz\u00e4hne nicht aufeinanderschlagen. Das Kaninchen hat keine Verdauung und wird verk\u00fcmmern, ohne dass der Z\u00fcchter die Ursache nur ahnt. Hier muss er vorzubeugen suchen, indem er seinen Tieren \u00f6fter ein St\u00fcck Holz zum Benagen in den Stall legt. Am besten eignet sich hierzu Tannenholz, weil das in demselben enthaltene Tannin sehr zum Wohlbefinden der Kaninchen beitr\u00e4gt. An dem Holze werden die Tiere munter herumnagen und ihre Nagez\u00e4hne bleiben in normaler L\u00e4nge. Hier kann der Z\u00fcchter also vorbeugen. Dies kann er aber nicht bei den Krallen der Kaninchen. Das in Freiheit befindliche Tier gebraucht die Krallen, um sich unter Schnee und Eis seine Nahrung herauszuscharren und um sich im Innern der Erde eine Wohnung herzurichten., in welcher es gegen die Unbilden der Witterung und vor Feinden gesch\u00fctzt ist. Welch eine erstaunliche Leistungsf\u00e4higkeit das Kaninchen hierin besitzt, wird wohl schon mancher Z\u00fcchter in unliebsamer Weise erfahren haben. Durch diesen Gebrauch und das Umhertummeln im Freien bleiben die Krallen kurz und scharf. Das in Gefangenschaft lebenden Kaninchen hat aber nur sehr wenig, oft gar keine Gelegenheit umherzulaufen und zum Verschwinden in der Erde wird ihm von vorne herein jede Gelegenheit genommen. Die Krallen wachsen deshalb oft zu einer enormen L\u00e4nge heran. Am meisten werden hiervon die Hinterl\u00e4ufe betroffen.<br>Die Zehen liegen infolge der langen N\u00e4gel schief. Das Tier sitzt nach hinten auf den Sprunggelenken und beim Laufen sch\u00fcttelt es fortw\u00e4hrend mit den L\u00e4ufen. Es ist dies ein Zeichen, dass die Zehen schmerzen. Hier muss der Z\u00fcchter Abhilfe schaffen, indem er mit einem scharfen Krallen- oder Seitenscheider die Krallen bis ein Drittel ihrer L\u00e4nge zur\u00fcckschneitet. Nach einigen Tagen wird der die Freude haben, zu sehen, dass sein Kaninchen wieder munter im Stall umherspringt. Macher Z\u00fcchter, der ein Kaninchen mit langen Krallen sieht, ist der Ansicht, das Tier m\u00fcsse steinalt sein. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Haben die Tiere nur kleine Stallungen, so haben sie im Alter von 12 bis 15 Monaten (haupts\u00e4chlich Rammler) schon Krallen von erklecklicher L\u00e4nge und sind doch erst im besten Zuchtalter. Der Z\u00fcchter, der auf diese kleinen Ratschl\u00e4ge achtet, darf \u00fcberzeugt sein, sehr zum Wohle seiner Kaninchen beigetragen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auszug aus dem Kaninchenz\u00fcchter von 1913<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Bestimmungen f\u00fcr Zuchtgemeinschaften<\/summary>\n<p><strong>Bestimmungen f\u00fcr Zuchtgemeinschaften<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zulassung einer Zuchtgemeinschaft muss \u00fcber den Ortsverein, Kreisverband \u2013 ggf. Bezirksverband beim Landesverband beantragt werden.<br>Eine Zuchtgemeinschaft kann bei Aktivz\u00fcchtern maximal nur aus 2 Personen bestehen.<br>Sie kann auf 3 Personen erweitert werden, wenn sie aus maximal 3 Familienmitgliedern<br>( z.B. Vater, Mutter, Sohn oder Tochter, oder 2. Beispiel &#8211; Vater oder Mutter mit Sohn und Tochter \u2013 oder auch 2 S\u00f6hne u. s. w.) bestehen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Zuchtgemeinschaft darf nicht aus Aktiv- und Jugendz\u00fcchtern bestehen (wegen dem differenzierten T\u00e4to)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch Jugendz\u00fcchter haben die M\u00f6glichkeit eine Zuchtgemeinschaft zu bilden. Hier k\u00f6nnen bis zu 5 Jungz\u00fcchter aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr alle Zuchtgemeinschaften gilt: Alle beteiligten Z\u00fcchter m\u00fcssen in einem Verein sein und die Tiere m\u00fcssen im rechten Ohr eine einheitliche Kennzeichnung haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Z\u00fcchten und Ausstellen als Einzelz\u00fcchter ( auch mit einer anderen Rasse) ist erst dann wieder m\u00f6glich, wenn der Betroffene aus der Zuchtgemeinschaft ordentlich ausgetreten ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Zuchtgemeinschaft kann auch Mitglied in einem Club werden, bei mehreren Rassen auch in verschiedenen Clubs, Voraussetzung ist: Alle Z\u00fcchter der Zuchtgemeinschaft m\u00fcssen in den betreffenden Club eintreten und sind auch beitragspflichtig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei Antragstellung zur Zulassung einer Zuchtgemeinschaft ist folgendes zu beachten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Name und Anschrift der Personen die der Zuchtgemeinschaft angeh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Vollst\u00e4ndige Anschrift des Ansprechpartners.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Welche Rasse\/n gez\u00fcchtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Das schriftliche Einverst\u00e4ndnis aller beteiligten Personen der Zuchtgemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Bei Jugendlichen das schriftliche Einverst\u00e4ndnis der oder des Erziehungsberechtigten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ansprechpartner tr\u00e4gt alle Rechte und Pflichten der angeh\u00f6renden Zuchtgemeinschaft. Er haftet f\u00fcr die ordnungsgem\u00e4\u00dfen Meldungen und f\u00fcr die Erf\u00fcllung der vorgegebenen Bestimmungen der zu beschickenden Ausstellungen<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zivilrechtliche und gesamtschuldnerische Haftung aller Personen der Zuchtgemeinschaft bleibt davon unber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Feststellung unstatthafter Ma\u00dfnahmen sind alle Mitglieder der Zuchtgemeinschaft gleicherma\u00dfen verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ver\u00e4nderungen m\u00fcssen unverz\u00fcglich \u00fcber den Verein, Kreisverband, ggf. Bezirksverband an den Landesverband gemeldet werden<\/strong>&nbsp;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Landesverband kann bei Verst\u00f6\u00dfen dieser Bestimmungen die Genehmigung fristlos au\u00dfer Kraft setzen.<\/strong><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Sinn und Zweck der Zuchtbuchf\u00fchrung<\/summary>\n<p>Die Zuchtbuchf\u00fchrung durch den einzelnen Z\u00fcchter wird oft vernachl\u00e4ssigt. Zum einen stecken zeitliche Gr\u00fcnde dahinter oder die Frage nach dem Sinn. Es ist f\u00fcr jeden Z\u00fcchter jedoch wichtig, dass er Aufzeichnungen \u00fcber seine Zucht f\u00fchrt.<br>Allein Aufzeichnungen, die im Vereinszuchtbuch gef\u00fchrt werden, sind f\u00fcr die eigene Zucht nicht ausreichend. Es k\u00f6nnen wertvolle Feststellungen getroffen werden, wenn dar\u00fcber hinaus noch Notizen gemacht werden.<br>Nat\u00fcrlich m\u00fcssen die Elterntiere mit T\u00e4towierung, Deckdatum und Wurftag, Zahl der Totgeburten und der \u00fcbrig gebliebenen Jungtiere aufgezeichnet werden.<br>Wertvolle Aussagen sind sicherlich Angaben \u00fcber Gewicht des Wurfes und dessen Entwicklung. Au\u00dferdem sollten Angaben \u00fcber den Nestbau und das Aufzuchtverhalten der H\u00e4sin nicht fehlen. Hilfreich f\u00fcr sp\u00e4tere Verpaarungen sich auch Besonderheiten, die den Erbwert einer Familie betreffen: Dazu geh\u00f6ren Missbildungen (Z\u00e4hne Gliedma\u00dfen) und farbliche Abweichungen. Alle diese Aussagen helfen dem Z\u00fcchter, die Rassereinheit nachzuweisen und den Zuchtweg \u00fcber Generationen zur\u00fcck zu verfolgen. Es ist eine Art Personalausweis f\u00fcr das einzelne Tier.<br>Nicht zu vergessen sind bestimmte Wesensmerkmale der Tiere, wie Bissigkeit oder Kannibalismus durch das Muttertier. Wer sich noch eine Flei\u00dfaufgabe bereiten will, kann Aufzeichnungen \u00fcber Besonderheiten im Wurf oder der Paarung f\u00fchren. Dies k\u00f6nnen beispielsweise Angaben \u00fcber Wachstum der Jungtiere, Aufnahme der H\u00e4sin, Krankheiten im Wurf, Resistenz gegen Krankheiten sein. In der Angorazucht spielt nat\u00fcrlich eine besondere Rolle das Leistungsverm\u00f6gen bez\u00fcglich der Wolle.<br>Detaillierte Aufzeichnungen sind besonders wichtig, wenn<br>&#8211; aus der bestehenden Zucht eine Linienzucht aufgebaut werden soll,<br>&#8211; Fremdverpaarungen vorgenommen werden,<br>&#8211; Sich negative Merkmale in der Zucht breit machen und diese beseitigt werden sollen (Langhaarfaktor, Durchsetzungen)<br>&#8211; Inzuchtdepressionen auftreten<br>&#8211; Bei spalterbigen Rassen (Schecken&#8230;)<br>&#8211; Neuz\u00fcchtungen realisiert werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Angaben sich der Z\u00fcchter notiert, da gibt es keine Grenzen. Es erleichtert in jedem Fall den \u00dcberblick zu behalten. Denn wenn der erste Wurf soweit ist, dass man die Jungtiere von der Mutter wegnehmen kann und diese bald wieder deckt, so kann es schon manchmal zu Verwechslungen kommen.<br>Das Buch, nennen wir es Stallbuch muss nicht in Sch\u00f6nschrift geschrieben werden. Es reicht, wenn im Stall einige Notizen gemacht werden. Das Anlegen von Karteikarten hat sich ebenfalls bew\u00e4hrt. Die Aufzeichnungen k\u00f6nnen dann in einer ruhigen Stunde in ein gesondertes Buch \u00fcbertragen werden.<br>Im Zeitalter des Computers k\u00f6nnen auch entsprechende Dateien angelegt werden.<br>Durch die laufenden Notizen im Stall lernt der Z\u00fcchter die Tiere genau kennen. Das erleichtert deren Auslese f\u00fcr die Schauen und Zucht. Fehler werden fr\u00fchzeitig erkannt und kommen nicht erst bei der Bewertung zutage.<br>Au\u00dferdem lassen sich leicht Zuchtziele abstecken, um das zu erreichen, was man sich mit seiner Rasse vorgenommen hat.<br>Das gilt nat\u00fcrlich insbesondere f\u00fcr die zugelassenen aber noch nicht durchgez\u00fcchteten Rassen. Und Verbesserungen will doch jeder Z\u00fcchter erreichen.<br>Aufschreibenswert sind gerade die negativen Merkmale der Zuchttiere, wenn man eine Zucht neu anf\u00e4ngt. Die Notizen lassen einen Vergleich zwischen dem ersten Wurf, der neu gekauften Elterntiere und aller nachfolgenden W\u00fcrfe zu. Das gilt nat\u00fcrlich auch, wenn man ein Tier seiner Rasse dazugekauft hat und in der Zucht einstellen will. Das kann ein gewisser Schutz vor b\u00f6sen \u00dcberraschungen \u00fcber die Jahre gesehen sein. Wir wissen alle, wie schnell durch den Zukauf von Tieren ein Bestand gesch\u00e4digt werden kann. Wenn das Tier den eigenen Bestand verbessert, dann freut man sich nat\u00fcrlich dar\u00fcber. Aber wer vergibt sich etwas, wenn er eine Negativentwicklung dokumentiert und dieser damit entgegenwirken kann.<br>Der Z\u00fcchter, der Aufzeichnungen f\u00fchrt, kann auch einem K\u00e4ufer Hinweise bez\u00fcglich der Vorfahren des Tieres geben. Viele Z\u00fcchter kaufen rein nach dem Aussehen des Tieres. Dann lohnt es sich erst recht, aufzuschreiben welche Zuchtleistung das neu eingestellte Tier erbringt. Dann l\u00e4sst sich auch schnell der Erbwert des Tieres ermitteln und \u00fcber Jahre verfolgen.<br>Auch Bewertungsergebnisse geh\u00f6ren in die privaten Aufzeichnungen. Sie sollten alle bei Verkauf des Tieres mitgegeben werden. Wenn bei einem Kauf s\u00e4mtliche Abstammungsunterlagen fehlen, so sollten nur mit wenigen sehr guten H\u00e4sinnen Paarungen durchgef\u00fchrt werden. Die F1-Generation sollt dann mit den Elterntieren r\u00fcckverpaart werden. So l\u00e4sst sich am schnellsten der Zuchtwert des erstandenen Tieres ermitteln. \u00dcber die Ergebnisse dieser Nachz\u00fcchtungen sollte genau Buch gef\u00fchrt werden.<br>Wir sehen also, dass das F\u00fchren privater Aufzeichnungen neben dem Vereinszuchtbuch schon Sinn macht und uns Aufschluss \u00fcber M\u00e4ngel in unserem Bestand gibt.<br>\u201eWer schreibt der bleibt\u201c, sagt ein altes Sprichwort. Dies trifft ganz besonders auf unsere Zucht zu. Die Qualit\u00e4t des Bestandes bleibt uns mit Sicherheit erhalten, wenn wir negative Merkmale schriftlich fixieren, sie damit erkennen und ihnen wirksam entgegen treten k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Wichtige Bestimmungen f\u00fcr die Kennzeichnung von Rassekaninchen und Vereinszuchtbuchf\u00fchrung<\/summary>\n<p>Die Kennzeichnung hat nach Vorschriften des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenz\u00fcchter e.V. und nach den Bestimmungen der Landesverb\u00e4nde zu erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuchtbuchf\u00fchrung und T\u00e4towierung d\u00fcrfen nicht von einer Person ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es d\u00fcrfen nur rassereine Kaninchen, Neuz\u00fcchtungen, Nachzuchten und Kreuzungen nach den besonderen Bestimmungen gekennzeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neuz\u00fcchtungen, Nachzuchten und Kreuzungstiere bed\u00fcrfen der Genehmigung des zust\u00e4ndigen Landesverbandes. Die Tiere sind mit einem \u201eN\u201c bzw. \u201eK\u201c vor dem Vereinskennzeichen im rechten Ohr zu kennzeichnen. Diejenigen Z\u00fcchter, die sich mit Neuz\u00fcchtungen, Nachzuchten oder Kreuzungszuchten befassen, sind verpflichtet, ein Einzelzuchtbuch zu f\u00fchren. Dem zust\u00e4ndigen Landesverband ist auf Anforderung Einsicht in das Einzelzuchtbuch zu gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es d\u00fcrfen nur Jungtiere von t\u00e4towierten Elterntieren gekennzeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kennzeichnung darf nur nach Vorlage eines Deckscheines und nach Eintragung im Vereinszuchtbuch erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Verein ist verpflichtet ein Vereinszuchtbuch zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kennzeichnung hat zu erfolgen, wenn sich die Jungtiere noch bei der Mutterh\u00e4sin befinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Z\u00fcchter hat den Wurf, den er kennzeichnen lassen will, innerhalb von sechs Wochen nach der Geburt beim Zuchtbuchf\u00fchrer anzumelden (Abgabe der Zuchtmeldung).<\/p>\n\n\n\n<p>Jungtiere, welche von einer Amme aufgezogen werden, d\u00fcrfen nur dann gekennzeichnet werden, wenn das Unterlegen bei der Amme durch Zeugen belegt werden kann. Die untergelegten Jungtiere m\u00fcssen sich von den Jungtieren der Amme durch eine Kenntlichmachung unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Z\u00fcchter gilt immer der, der w\u00e4hrend des Deckaktes Besitzer der H\u00e4sin ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei spalterbigen Rassen sind die einfarbigen Tiere ebenfalls zu kennzeichnen und k\u00f6nnen zur Zucht eingesetzt, jedoch nicht ausgestellt werden. Dies gilt auch f\u00fcr Rassen, bei denen andersfarbige Tiere im Wurf fallen. Ausgestellt k\u00f6nnen nur die Tiere werden, wie sie als Rasse und Farbe auf der Zuchtmeldung angegeben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei jeder Rasse beginnt die Zuchtbuchnummer jedes Jahr mit der Ziffer 1.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr jede Rasse ist im Vereinszuchtbuch ein gesondertes Blatt zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Anforderung des zust\u00e4ndigen Landesverbandes ist das Zuchtbuch zur Kontrolle zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nacht\u00e4towierungen sind grunds\u00e4tzlich nicht erlaubt, mit einer Ausnahme. Wird bei zwei Tieren versehentlich die gleiche Zuchtbuchnummer eint\u00e4towiert, z.B. 3.3.17, so wird bei einem Tier der 17 eine Null hinzugef\u00fcgt, die T\u00e4towierung lautet dann 3.3.170. Dieser Vorgang ist unbedingt vom Vereinszuchtbuchf\u00fchrer zu best\u00e4tigen. Der 1. Vorsitzende des Vereins hat hier gegenzuzeichnen. Werden bei Ausstellungen fehlt\u00e4towierte Tiere vorgestellt und die Best\u00e4tigung des Vereins liegt schriftlich vor, dann sind diese Tiere zur Bewertung zuzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00e4towierung hat grunds\u00e4tzlich mit schwarzer T\u00e4tofarbe zu erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Z\u00fcchter\/in kann eine Rasse nur in einem Verein t\u00e4towieren. Ist ein Z\u00fcchter\/in in mehreren Vereinen darf eine Rasse nicht auf mehrere Vereine t\u00e4towiert werden.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Kaninchenkrankheiten<\/summary>\n<p>&nbsp;Allgemeines \u00fcber Krankheiten<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kaninchenhaltung ist unter anderem ein Zweig er hauswirtschaftlichen Nutztierhaltung. Es gibt aber auch reine Liebhaberzuchten bei denen auf \u00f6konomischen Nutzen wenig Wert gelegt wird. In der Mehrzahl werden Kaninchen gehalten, um sie und die Nebenprodukte verwerten zu k\u00f6nnen. Die meisten Z\u00fcchter von Rassekaninchen verbinden ihr Hobby mit einem wirtschaftlichen Ziel, n\u00e4mlich Fleisch, Wolle und Felle zu erzeugen. Diese drei Nutzrichtungen bestimmen die Zucht von Kaninchen, wobei die beiden letzteren Produkte zurzeit weniger Beachtung finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hohe Leistungen kann man nur von Tieren verlangen, wenn sie sich gut entwickeln. Voller Muskelansatz, der F\u00fctterung entsprechende Fettablagerung, unversehrtes Fell und Wolle von hoher Qualit\u00e4t sind nur von Tieren zu erwarten, bei denen sich alle Lebensfunktionen ungest\u00f6rt abspielen. Jede St\u00f6rung in den physiologischen Abl\u00e4ufen f\u00fchrt zu vermindertem Fleisch- und Fettansatz, zu Fellsch\u00e4den oder ungen\u00fcgendem Wollwachstum. Die weitere Steigerung der Kaninchenfleischproduktion ist vor allem f\u00fcr die Ern\u00e4hrung unserer Bev\u00f6lkerung von Bedeutung, da Kaninchenfleisch gegen\u00fcber anderer Tierarten viele ern\u00e4hrungsphysiologische Vorz\u00fcge hat. Der Aufbau von einer Rassekaninchenzuchtanlage erfordert gesundes Tiermaterial. Jede gesundheitliche St\u00f6rung der Tiere mindert den \u00f6konomischen Erfolg. Es ist deshalb wichtig, den Gesundheitszustand der Tiere regelm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberwachen nicht nur im Mastbetrieb, sondern in der gesamten Kaninchenzucht. Der Z\u00fcchter muss kranke Tiere erkennen und sie sofort absondern, damit keine Krankheitskeime in den Gro\u00dfbestand verschleppt werden und der Zuchtbestand gef\u00e4hrdet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Krankheiten verstehen wir funktionelle oder strukturelle Abweichungen vom Normalzustand die als Folge einer St\u00f6rung in den Wechselbeziehungen zwischen Organismus und Umwelt oder als Folge eine St\u00f6rung des inneren Gleichgewichtes eines Lebewesens in Erscheinung treten. In den Krankheitsprozess einzubeziehen sind die Reaktionsvorg\u00e4nge im betroffenen Organismus, die sich gegen die St\u00f6rungen oder gegen deren Ursachen richten, Die Krankheit tritt entweder mit dem Einwirken einer ausl\u00f6senden Ursache oder kurz danach auf und endet meistens mit der Heilung oder gelegentlich mit dem Tod.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Krankheiten heilen nie aus, ohne dass sie jedoch das Leben des Tieres ernstlich gef\u00e4hrden. Es kommt zu einem neuen Gleichgewicht in den physiologischen Funktionsabl\u00e4ufen des Organismus. Krankhaft ver\u00e4ndert k\u00f6nnen lokal begrenzte Gebiete, ganze Organe oder Organsysteme sein, oder es sind bei Allgemeinerkrankungen gro\u00dfe Teile des K\u00f6rpers in Mitleidenschaft gezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Krankheiten entstehen im Verlaufe der Lebenszeit, zu der auch embryonale Entwicklung gerechnet wird. Andere sind ererbt, wobei sich negative Faktoren in der Erbanlage der H\u00e4sin oder in der des Rammlers ausgewirkt haben. Angeborene Krankheiten m\u00fcssen aber nicht gleichzeitig auch Erbkrankheiten sein. Erworbene Leiden sind Folgen innerer und \u00e4u\u00dferer Ursachen, wenn diese st\u00e4rker auf den K\u00f6rper einwirken als seine Regulationsmechanismen auszugleichen verm\u00f6gen. H\u00e4ufig treffen \u00e4u\u00dfere und innere Einwirkungen zusammen und f\u00fchren zu pathologischen Ver\u00e4nderungen. Gelegentlich sind die Abweichungen vom normalen Zustand so gering, dass die Entscheidung dar\u00fcber, ob ein Kaninchen noch gesund oder schon krank ist, schwer f\u00e4llt. Nur das genau Beobachten des Einzeltieres und des Gesamtbestandes sowie die Kenntnis der normalen Lebensfunktionen und der Verhaltens\u00e4u\u00dferungen der Kaninchen sichern eine fr\u00fchzeitige Krankheitserkennung.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Das gesunde und das kranke Kaninchen<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine Krankheit schnell zu erkennen, beobachtet man die Tiere zun\u00e4chst m\u00f6glichst unauff\u00e4llig. Gesunde Tiere nehmen interessiert an ihrer Umgebung Anteil, verfolgen die Bewegungen ihrer Stallgenossen, beschnuppern alles Fremde, bewegen sich mit Leichtigkeit. Auf St\u00f6rungen reagieren die Kaninchen mit einem neugierigen Ohrenspiel, sie verfolgen sich bewegende Objekte mit den Augen oder ziehen sich fluchtartig in sch\u00fctzende Stallecken zur\u00fcck. Kranke Kaninchen dagegen sind teilnahmslos. Meist sitzen solche Tiere still mit gesenktem Kopf in einer Ecke und nehmen wenig oder gar keinen Anteil an der Umgebung. Ihre Bewegungen sind schwerf\u00e4llig und manchmal sind sie \u00fcberhaupt nicht mehr vom Fleck zu bringen. Ein Ohrenspiel ist kaum, zu bemerken, der Blick erscheint leer, die sonst gl\u00e4nzenden Augen sind oft stumpf oder tr\u00fcbe. In ihrem Fluchtverhalten sind kranke Kaninchen oft gest\u00f6rt. Sie lassen sich meist ohne Widerstand anfassen und hochheben. Einen Hinweis auf chronische Erkrankungen gibt der Ern\u00e4hrungszustand.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ausreichender F\u00fctterung sind die Tiere gut gerundet, Rippen, H\u00fcfth\u00f6cker, sowie die Wirbels\u00e4ule treten nicht hervor. Bei abgemagerten Tieren sind die Knochenvorspr\u00fcnge dagegen deutlich sichtbar. Bei Jungtieren muss au\u00dferdem auf die Gr\u00f6\u00dfenentwicklung achtgegeben werden. Ein Zur\u00fcckbleiben im Wachstum zeigt an, dass die Tiere entweder zu wenig Futter erhalten, von Parasiten befallen sind oder an anderen inneren Krankheiten leiden. Beim \u00e4u\u00dferen Betrachten eines Patienten ist auf die Haut und das Haarkleid zu achten. W\u00e4hrend beim gesunden, gepflegten Tier das Fell glatt, gl\u00e4nzend und dicht ist, kann es beim kranken Kaninchen gest\u00e4ubt und sch\u00fctter sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Haut und das Fell sind auf Sauberkeit, Parasitenbefall, sowie auf ger\u00f6tete oder n\u00e4ssende Stellen zu untersuchen. F\u00fcr die Beurteilung des Gesundheitszustandes spielt die Hautfarbe ebenfalls eine Rolle. Am besten betrachtet man d\u00fcnnh\u00e4utige K\u00f6rperteile, Schenkelinnenfl\u00e4chen, Ohren und kann an diesen am ehesten Gelbverf\u00e4rbungen (Gelbsucht, blaue Flecken (Kreislauf- und Atemschw\u00e4che) oder rote Bezirke (Ekzeme) erkennen. Sowohl tierische als auch pflanzliche Hautschmarotzer rufen gew\u00f6hnlich starken Juckreiz hervor, der allerdings auch Ausdruck einer inneren Erkrankung oder einer Infektionskrankheit sein kann. Weiterhin tritt Juckreiz als Folge meines Mineralstoffmangels oder Unvertr\u00e4glichkeit (Allergie) gegen\u00fcber bestimmten Futterbestandteilen auf. Die Haut f\u00fchlt sich beim gesunden Tier weich und elastisch an. Eine abgehobene Hautfalte gl\u00e4ttet sich beim Loslassen schnell wieder. Bei gest\u00f6rtem Wasserhaushalt verstreicht eine abgehobene Falte dagegen nur langsam, die Haut f\u00fchlt sich h\u00e4rter und trockener an. Zu achten ist auch auf Umfangvermehrungen, die verschieden Ursachen haben k\u00f6nnen Teigige Anschwellungen (\u00d6deme) um die Augen, an den Ohren, an den Geschlechtsteilen und am Unterbauch lassen den Verdacht der Myxomatose aufkommen. Auch Abszesse und Bindegewebeentz\u00fcndungen rufen begrenzte oder ausgebreitete Schwellungen hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Untersuchung der Haut geh\u00f6rt ebenfalls eine Inspektion der Ohren. Sie m\u00fcssen innen sauber sein. Jeder Belag, vor allem jede Art von Borken oder Schorf, deutet auf Befall mit Ohrmilben hin. Schwere Entz\u00fcndungen des \u00e4u\u00dferen Geh\u00f6rganges oder des inneren Ohres f\u00fchren zum Sch\u00fctteln oder Schiefhalten des Kopfes.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den sichtbaren Schleimh\u00e4uten geh\u00f6ren die Mundschleimhaut und die Lidbindeh\u00e4ute.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwieriger zu sehen ist die Nasenschleimhaut. Alle Schleimh\u00e4ute sollen beim gesunden Tier feucht und von rosaroter Farbe sein. Speichelfluss und pl\u00f6tzliches Nachlassen beim Fressen muss Anlass sein, Mundh\u00f6hle und die Z\u00e4hne zu untersuchen. Die Mundschleimhaut muss auf Blasenbildung, auf wunde Stellen, Verletzungen, sowie auf Geschw\u00fcre und andere Defekte hin betrachtet werden. Die Z\u00e4hne sind nach ihrem Zustand, ihrer Stellung und nach Anomalien zu beurteilen. Zu achten ist auf harte Futterbestandteile, die sich zwischen zwei Z\u00e4hnen festgeklemmt haben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine regelwidrige Verdauung \u00e4u\u00dfert sich beim Kaninchen in Trommelsucht. Ursache daf\u00fcr sind Gasansammlungen im Darmkanal. Die Trommelsucht ist keine exakt abgrenzbare Erkrankung, sondern nur ein Symptom verschiedener Krankheiten. \u00c4u\u00dferlich ist sie durch einen vergr\u00f6\u00dferten Bauchumfang sichtbar. In der Beurteilung ist auch die Kotbeschaffenheit einzubeziehen. W\u00e4hrend bei ungest\u00f6rter Verdauung und normaler F\u00fctterung die Kotk\u00fcgelchen gut geformt sind, nicht aneinander haften und im frischen Zustand leicht gl\u00e4nzen, macht sich eine Verdauungsst\u00f6rung durch Verstopfung oder Durchfall bemerkbar. Bei der Verstopfung wird der Kot gew\u00f6hnlich nicht mehr in kleinen Kugeln leicht abgesetzt, sonder das Tier muss sich beim Kotabsatz anstrengen, weil die Ausscheidungen verklumpt sind. Bei schweren Durchf\u00e4llen wird nur breiiger oder d\u00fcnner Kot abgesetzt, der w\u00e4ssrig mit Schleim durchsetzt oder blutig sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Z\u00fcchter wird es in vielen F\u00e4llen nicht m\u00f6glich sein, von den Krankheitssymptomen auf die jeweilige Krankheit zu schlie\u00dfen. Die Diagnose zu stellen ist auch nicht sein Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Besitzer kann aber in begrenztem Ma\u00dfe einen \u00dcberblick dar\u00fcber gewinnen, ob es sich bei der Erkrankung in seinem Bestand um einen Einzelfall handelt oder ob mit einer ansteckenden Krankheit gerechnet werden muss. Weiterhin kann er in vielen F\u00e4llen F\u00fctterungs- und Haltungsfehler als Ursache von Gesundheitsst\u00f6rungen erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Er kann meist entscheiden, ob eine vor\u00fcbergehende leichte Unp\u00e4sslichkeit des Tieres oder ob eine schwere Erkrankung vorliegt und letzten Endes h\u00e4ngt es von seiner Entscheidung ab, ob \u00e4rztliche Hilfe erforderlich ist. In allen Zweifelsf\u00e4llen soll er das Tier dem Tierarzt vorstellen. Muss ein Tier notgeschlachtet werden und will sich der Besitzer Klarheit \u00fcber die Erkrankung und \u00fcber die Genusstauglichkeit des Fleisches verschaffen, so ist der ganze Tierk\u00f6rper mit allen Organen zu Untersuchung vorzulegen. Allein aus der Beschaffenheit der Fleischprobe kann der Tierarzt in den seltensten F\u00e4llen R\u00fcckschlusse auf die Erkrankung ziehen, zumal sich Ver\u00e4nderungen vorwiegend an den Organen, nicht aber an der Muskulatur zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Gesundheitskontrolle geh\u00f6rt auch die Nest\u00fcberwachung. Gegen Ende der Tr\u00e4chtigkeit zupft die H\u00e4sin Wolle aus und polstert damit ein Nest aus, das sie in der Einstreu angelegt hat. In dieses Nest wird der Wurf gelegt, der durch das Wollepolster gegen K\u00e4lte und N\u00e4sse gesch\u00fctzt ist. Eine Kontrolle ist bald nach der Geburt vorzunehmen, um faulende Geburtsabg\u00e4nge, die mit ins Nest gelangt sein k\u00f6nnen und um tote Junge zu entfernen. Weiterhin ist die Wurfgr\u00f6\u00dfe der Anzahl der Zitzen des Muttertieres anzupassen, das hei\u00dft, sind mehr Junge geworfen als die Mutter milchgebende Zitzen hat, dann k\u00f6nnen sie nicht alle ausreichend mit Nahrung versorgt werden, es bleiben einzelne Tiere oder der gesamte Wurf in der Entwicklung zur\u00fcck, deshalb sind die zuviel geworfenen Jungtiere einer Amme unterzulegen, wobei die Zuchtbestimmungen zu beachten sind.. Zur Kontrolle nimmt man die H\u00e4sin, um sie nicht zu beunruhigen, aus der Wurfbox. G\u00fcnstig ist es wenn mehrere H\u00e4sinnen zur gleichen Zeit werden, weil dann Jungtiere aus zahlenm\u00e4\u00dfig starken W\u00fcrfen Muttertieren angelegt werden k\u00f6nnen, die nur wenige Junge geboren haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Geschlechtsbestimmung legt man die Jungtiere auf den R\u00fccken und betrachtet die Gegend zwischen After und \u00e4u\u00dferen Geschlechtsteilen. Bei m\u00e4nnlichen Tieren ist der Zwischenraum zwischen After und Penis verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00df, After und Scheide liegen bei weiblichen Neugeborenen dicht beieinander. Zwar ist die Geschlechtsbestimmung nicht ganz sicher, doch hinreichend genau. Im Abstand von einigen Tagen werden die Nestkontrollen wiederholt, so dass Entwicklungsst\u00f6rungen der Jungtiere fr\u00fch erkannt werden. Die Gr\u00f6\u00dfenzunahme der Jungtiere ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass das Muttertier gen\u00fcgend Milch hat. Die Jungtiere sollen st\u00e4ndig zunehmen und dabei glatt und voll erscheinen. Satte Jungtiere liegen ruhig im Nest, hungrige dagegen sind unruhig.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Hinweis auf den Ern\u00e4hrungszustand gibt auch das Aussehen der Haut.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ausreichend ern\u00e4hrten Jungtieren ist sie glatt und rosig, bei k\u00fcmmerlich ern\u00e4hrten Tieren faltig und fahl.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Gr\u00fcnf\u00fctterung der besonderen Art<\/summary>\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Liebe Zuchtfreunde,<br>wir alle kennen das Problem, dass einseitige F\u00fctterung mit Pellets zu Verstopfungen und zu Magen-<br>und Darm-Beschwerden unserer Kaninchen f\u00fchren kann.<br>Eine weitere Nebenerscheinung ist im Sommer bei gro\u00dfer Hitze die schlechte Futteraufnahme. Futter-<br>becher werden \u00fcber Nacht oft nicht leer gefressen.<br><br>Ich habe mir daraufhin eine kleine Ackerfl\u00e4che von ca. 1000 m2 als Kr\u00e4uterwiese angelegt. Das<br>Saatgut \u201eHasen-Bio\u201c habe ich mir nach ausreichender Info bei der Bayerischen Futtersaatbau GmbH<br>(&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bsv-saaten.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.bsv-saaten.de<\/a>&nbsp;) besorgt.<br><br>Vom Bauern lie\u00df ich mir das Feld vorbereiten, und dann habe ich mit einer \u201eKleegeige\u201c ges\u00e4t.<br>Man k\u00f6nnte auch mit der Hand s\u00e4en, wie es fr\u00fcher die alten Bauern konnten, aber da ich<br>wahrscheinlich zu viel Samen verschleudern w\u00fcrde, hab ich mir dieses kleine S\u00e4ger\u00e4t ausgeliehen.<br><br>Die Wiese wuchs hervorragend heran und erf\u00fcllte die gesamte Umgebung mit Kr\u00e4uterduft, sodass<br>vorbeifahrende Landwirte mich fragten, was ich hier angebaut habe, es riecht so gut.<br><br>Ich m\u00e4hte regelm\u00e4\u00dfig mit der Sense einen Pkw-Anh\u00e4nger voll f\u00fcr meine 40 Kaninchen, sodass<br>irgendwann fast alles weg war. Das sollte sich als Fehler herausstellen. Aber dazu sp\u00e4ter.<br>Auf alle F\u00e4lle fra\u00dfen die Kaninchen bei der Abendf\u00fctterung dieses Gr\u00fcnfutter wie verr\u00fcckt. Am<br>n\u00e4chsten Tag war kein Halm mehr in der Bucht, und der Napf mit Pellets war auch leer. Die<br>Kaninchen waren gesund und munter und standen abends schon am Gitter, wenn ich wieder mit dem<br>Kr\u00e4uterfutter ankam.<br><br>Als ich dann wartete, dass die Kr\u00e4uterwiese wieder nachwuchs, musste ich feststellen, dass sich auf<br>der ganzen Wiese der Spitzwegerich breit gemacht hatte. Aber jeden Tag Hustenkr\u00e4uter ist ja auch<br>nicht ideal. Also telefonierte ich mit BSV, warum da keine Kr\u00e4uter mehr nachwachsen.<br><br>Als ich dem BSV-Mitarbeiter erz\u00e4hlte, was ich gemacht hatte, lachte er und meinte, dass es ja so nicht<br>gedacht gewesen w\u00e4re. So eine Wiese ist f\u00fcr Feldhasen gedacht, die nicht gem\u00e4ht wird.<br>Durch mein Abm\u00e4hen konnten die Kr\u00e4uter ihre Samen nicht abwerfen und somit wuchs nichts nach.<br><br>Will man diese Wiese f\u00fcr Kaninchenfutter nutzen, h\u00e4tte man nur vereinzelte kleine Fl\u00e4chen aus der<br>Wiese m\u00e4hen d\u00fcrfen, sodass sich der Samen der stehenden Kr\u00e4uter verbreiten kann. Na ja, man lernt<br>eben nie aus, deshalb auf ein Neues.<br><br>Ich kann nur jedem Kaninchenz\u00fcchter empfehlen, wenn er eine kleine Garten- oder Ackerfl\u00e4che zur<br>Verf\u00fcgung hat, sich so eine Kr\u00e4uterwiese anzulegen, seine Kaninchen danken es ihm. Auch kann<br>man manche Kr\u00e4uter f\u00fcr den Eigenverbrauch verwenden. Mein Schwager machte sich z.B. aus dem<br>Spitzwegerich seinen Tee.<br>Beitrag von Rainer Halanke<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kaninchen-bayern.de\/_html\/tips_tricks\/_html\/images_gruenfutter\/anhang.gif\" width=\"604\" height=\"880\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":412,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-426","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=426"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":645,"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions\/645"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/demo.vbrk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}